28.03.2023, von Tanja Wilm

Einsatzübung ZAZ Eiken 25.03.2023

Am Samstag den 25. 03.2023 trafen sich nach langer und gezwungener „Coronapause“ die Organisationen aus Bad Säckingen endlich wieder einmal zu einer großen Einsatzübung im Zivilschutzausbildungszentrum Eiken.

Mit dabei waren das DRK mit der Rettungshundestaffel, ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und auch den Notfallsanitäterauszubildenden. Außerdem noch die freiwillige Feuerwehr Bad Säckingen mit all ihren Abteilungen und der Malteser Hilfsdienst, welcher ebenfalls mit einer weiteren Rettungshundestaffel anrückte. Ausgerichtet wurde diese Großübung vom Technisches Hilfswerk, welches ebenfalls mit all seinen Gruppen teilnahm. Insgesamt waren circa 150 Einsatzkräfte beteiligt.

Neben den Einsatzkräften gab es aber auch noch weitere wichtige Personen, die an dieser Stelle nicht vergessen werden dürfen. Dazu zählt beispielsweise das Küchenteam. Dieses zauberte am Ende der Einsatzübung ein leckeres Essen für insgesamt ca. 200 Personen auf den Tisch. Eine weitere wichtige Personengruppe waren die 45 Verletztendarstellerinnen und -darsteller, die mit Schminke und Einweisungen in ihr Verletzungsmuster realistische „Patienten“ darstellten.

Das Einsatzszenario stellte eine Großschadenslage dar, welches durch ein Starkregenereignis in der Nacht vom 24. auf den 25. 03. hervorgerufen wurde.  Angesichts der tatsächlichen Wetterverhältnisse war diese Einsatzlage nicht sonderlich unrealistisch und bedurft weniger Vorstellungskraft als manch vergangene Übung.

Jede der Organisationen hatte einen anderen Aufgabenschwerpunkt, wobei die Schnittpunkte dieser Arbeitsbereiche und die organisationsübergreifende Kommunikation auch einen zentralen Aspekt der Einsatzübung darstellte.

Die Lage war dynamisch und hatte, angelehnt an die Realität, im Verlauf einige Überraschungen bzw. Veränderungen auf Lager. Zunächst wurde die FFW alarmiert, da sich auf der Zufahrtsstraße zum Einsatzgebiet einige Baumstämme befanden.

Außerdem gingen bei ihr ebenfalls einige Notrufe ein, die von überschwemmten Kellern berichteten. Nachdem die Feuerwehr den Zugang zum betroffenen Gebiet ermöglicht hatte, war es die Aufgabe der Fachgruppe „Infrastruktur“ des THW das Wasser aus den betroffenen Kellern zu pumpen und diese gegen erneuten Wassereinfluss zu schützen. Parallel wurde das DRK durch den Krisenstab des Landkreises dazu beauftragt, einen Behandlungsplatz einzurichten und zu betreiben. Durch die starken Wassermassen kam es im Laufe des Vormittages zum Gebäudeeinsturz durch Unterspülung. Dieses Ereignis hatte mehrere verletzte, verschüttete oder vermisste Personen zur Folge. In einem der betroffenen Einsatzabschnitte kam es deshalb zur Personensuche durch die Rettungshundestaffel des Malteser Hilfsdienstes.

Neben Wohnhäusern befand sich auf dem Übungsgelände noch das Hotel „Adler“. In diesem kam es aufgrund eines Blitzeinschlages während des Unwetters zu einem Brand in der Elektroverteilung im Keller. Aufgrund dessen mussten die ca. 25 Hotelgäste von der Feuerwehr unter einer möglichst realitätsnahen Feuersimulation evakuiert und an den Rettungsdienst zur weiteren Behandlung übergeben werden. In einem weiteren Schadensgebiet waren sechs teileingestürzte Gebäude vorzufinden. Hier wurden ebenfalls vier Personen vermisst, welche von den Rettungshunden des DRK und dem Team der technischen Ortung des THW gefunden, gerettet und dem Rettungsdienst zur weiteren Betreuung übergeben wurde.

Als einer der Schwerpunkte dieser Übung zeigte sich die organisationsübergreifenden Zusammenarbeit und Kommunikation. Daneben konnten in der Feedbackrunde aber auch einige gruppeninterne Optimierungsmöglichkeiten reflektiert werden. Alles in allem war es ein toller „Blaulichttag“, der allen Beteiligen viel Freude bereitete und mit einem leckeren Mittagessen in der Unterkunft des THW endete.

Text: Corinna Schwer

Bilder: THW Bad Säckingen, Feuerwehr Bad Säckingen, DRK Bad Säckingen, Malteser Bad Säckingen


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